E-Wurf

Am 08. Februar 2008 haben Ch. Magic Siberians Annabelle und Ch. Dorogajas El-Jano drei Tage lang kurz, aber heftig, Hochzeit gefeiert. Wie bei ihrer Schwester Angelina stellte sich recht schnell eine deutliche Gewichtszunahme heraus, auch wenn diese schlussendlich geringer ausfiel als bei Angelina: von knapp vierdreiviertel auf knapp sechseinviertel Kilogramm. Wir sind also von einem Vierer- oder Fünferwurf ausgegangen. Was dann tatsächlich passierte und wie das geschah, war allerdings an Dramatik kaum zu überbieten. Denn nachdem wir stundenlang in die Nacht vom 13. auf den 14. April hinein auf ihren Wurf warteten, fielen wir irgendwann übermüdet ins Bett, nachdem sich bis dahin keinerlei Presswehen zeigten. Und genau dann passierte es eben: Annabelle brachte in aller Stille und an einem völlig ungeplanten Ort ihre Kitten zur Welt! Nämlich in der vermeintlich perfekt gesicherten und zugestopften Kratztonne statt in der vorbereiteten und von ihr bereits in Beschlag genommenen Wurfkiste Nummer 2. Wie sie es geschafft hat, in die Tonne zu gelangen – vermutlich über den verschlossen oberen Eingang hinunter ins "Untergeschoss", entzieht sich unserer Kenntnis. Tatsache ist, als wir früh am Morgen aus dem Schlaf schreckten und als Quelle der Fiepgeräusche, die uns geweckt hatten, die besagte Kratztonne ausmachten, war der größte Teil der Bescherung bereits gelaufen – Annabelle hatte ihre Kitten im Innern der Tonne zur Welt gebracht und war gerade dabei, das letzte Kitten des Wurfs sauberzulecken und abzunabeln, als wir das Kissen aus der Tonne zogen, um einigermaßen hektisch und mit einer dumpfen Ahnung nachzuschauen. Und in der Tat, im Innern, am Rand der Tonnenwölbung, lagen nicht nur drei Gottseidank gesunde und überaus kräftige lebende Kitten, sondern auch das Opfer dieser Niederkunft. Einmal mehr hat das Schicksal uns aufgezeigt, wie eng beieinander Licht und Dunkelheit liegen, wenn neues Leben in die Welt drängt. Zeit zur Trauer um den neuerlichen Gang über die Regenbogenbrücke bleibt uns jedoch kaum, denn die Lebenden erfordern all unsere Aufmerksamkeit und Zuwendung...

Und so begrüßen wir im Bambuswald die drei gewichtigen Neuankömmlinge Estragon vom Bambuswald, ein 114 Gramm schweres Neva-Mädchen, sein Bruder Eliano vom Bambuswald, ein 110 Gramm schwerer Neva-Katerchen und schließlich als schwerstes Kitten der D- und E-Würfe den Blue-tabby-Kater Elison vom Bambuswald mit seinen überaus stattlichen128 Gramm und einem immensen Appetit auf Mamas Milchtheke.

Wie beim D-Wurf wird die endgültige Geschlechts- und Farbbestimmung noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen. Insbesondere bei den Nevchen, die sich typisch für Neva-Masquarade-Babies in einem durchgängigen, warmtonigen Weiß präsentieren. Mutter und Kitten sind gesund und putzmunter. Und die Schar der Kitten im Bambuswald ist hiermit auf zehn angewachsen. Und eines ist sicher nach dieser Erfahrung: Nächstes Mal werden wir die Kratztonne entweder ganz aus der Wohnung entfernen oder sie zunageln! Aber dann findet irgendeine Katzenmama wahrscheinlich einen anderen Wurfort, mit dem wir nicht gerechnet haben...

Einzelfotos der Kleinen folgen wie üblich ab ihrer ersten Lebenswoche und sind dann hier in der Galerie des E-Wurfs zu bewundern.

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Sibirer vom BambuswaldSibi-Webcam